Montag, 1. September 2008

Queen Victoria Market

...sie legten also wegen dem Regen eine Plane ueber den Stand und bemerkten nicht, dass ich da immer noch rumstand, mit dem Schmuckstueck in der Hand...ich konnte es ja nicht einfach wieder hinlegen, denn die da war ja die Folie drueber...also schlenderte ich weiter und war um ein Souvernir reicher! :-)
Es gab auch viele tolle Staende mit schoenen Cowboy-Hueten...ich hab hier und da einen aufgesetzt und nachdem mir alle leute gesagt hatten wie toll mir das denn stehen wuerde, hab ich dann direkt mit einem verkaeufer ueber einen verhandelt. Als ich ausgehend 65$ auf 35$ runter gekommen war hab ich ihn also tatsaechlich gekauft und bin nun offizieller australischer Cowboy! :-)
Nebenbei sei erwaehnt, dass Mariki ihren Hut beim selben Haendler und beim gleichen Ausgangspreis nur auf 40$ runter gekriegt hat! :-P

Autokauf II

Die Homies wussten leider nicht wo wir hingehen sollten. Wir schlenderten ein wenig weiter um einen Ueberblick zu bekommen u nd dahen eine Frau am Strassenrand stehen, die allen leuten einen Flyer in die Hand drueckte. Mit dem Vorstz sie nach dem Weg zu fragen gingen wir auf sie zu. Sie ergriff noch bevor wir etwas sagen konnten die initiative und fragte uns, ob wir einer Konfession angehoeren wuerden. Marcel bejate, ich verneinte. Sie war anhaengerin ein christlichen Kirchengemeinde und versuchte daraufhin mich zu missionieren und mir kreationistisches Gedankengut nahezubringen. Ihr Glueck, dass mein Englisch zu schlecht war um ihr meine tatsaechlichen Argumente gegen diese Volksverbloedung entgegenzuwerfen. So blieb es bei einer viertelstuendigen von meiner seite viel zu toleranten Konversation, die mit einer kurzen wegbeschreibung, wo wir denn autos finden koennten, endete. Wir liefen also in grob die Richtung, die sie uns gesagt hatte. Da kam wieder eine Kreuzung und wir beide waren recht ratlos wo nun weiter. Auf der gegenueberliegenden Strassenseite sahen wir einen Bauarbeiten und Marcel fragte ihn abermals, wo wir denn guenstige Autos finden koennten. Er antwortete er sei Grieche und lebe hier seit 16Jahren. Sichtlich erfreut andere Europaeer zu treffen begann er zu erzaehlen...da fiel ihm sofort ein anderer Bauarbeiter ins Wort: "don't listen to him, he can't speak English!" Wir beide mussten feiern. Unterstellte dieser Dude doch dem seit 16Jahren in Melbourne lebenden Griechen, er koenne nicht mit 2 Bagpackern, die gerademal 5Tage im Land sind, kommunizieren. Er wusste sogar wo der Autohandel war, den wir suchten und machte uns eine knappe Wegbeschreibung. Dem Highway folgend sahen wir nun ein Autohaus nach dem anderen...quatschten 4-5andere Leute an, unter anderem einen Schotten, der uns von seinem Deutschlandbesuch in Stuttgart erzaehlte. Wir wurden also hin und hergeschickt. Schliesslcih sahen wir wieder ein Autohaus, dass nicht allzu teuer aussah und fragten dem freundlichen Australier, der mich definitiv an meinen Vater erinnerte, wieder unsere Standartfrage. Er meinte er habe selber nur 2 Wagen in unserer Preiskategorie, aber die waeren nix fuer uns, wen n wir ins Outback wollten. Ohne dass wir ihn gefragt haetten fing er an uns die Australischen Regeln bei der Autozulassung zu erklaeren und rief bei der Konkurrenz an um uns ein passendes Auto zu suchen. Wir waren absolut beeindruck von der Hilfsbereitschaft und der freundlichkeit von diesem Mann!!! Schliesslich fand er auch ein Auto, setzte uns in seine Karre und wir fuhren hin. Wir sollten ihm mit dem Wagen zu seiner Werkastatt folgen, wo er ihn mal durchchecken wollte. Auf dem Weg stellten Marcel am Steuer aber mit dentsetzen fest, dass der Wagen immer wieder in den Leerlaufgesprungen ist....voellig spontan. An der ersten kreuzung blieb er dann mitten auf der Strasse stehen...es folgte lautes Hupen...nach mehreren Versuchen klappte es schliesslich mit dem Anfahren und wir blieben erstmal an der Seite stehen. Der freundliche Autohaendler war sichtlich erbosst ueber die minderwertige Qualitaet der Ware der Konkurrenz. So standen wir also wieder bei ihm...er telefonierte noch ein wenig mit anderen haendlern um fuer uns ein Auto zu finden, aber schliesslich resignierte er. Marcel fragte ihn schliesslich, ob er nicht ein Auto im Bereich 2500$ haette, was fuer uns geeignet waere. Er ging in sein Haeuschen und schaute auf seinen Einkaufszettel...verzerrte sein Gesicht leicht und zeigte uns dann ein Auto, was er eignetlich fuer 3900$ ausgezeichnet hatte. Ein weisser recht geraeumiger Toyota. Er erzaehlte uns Vor- und Nachteile dieses Autos und hatte uns mit seiner ehrlichen, freundlichen Art absolut ueberzeugt es zu kaufen. Nach einem telefonat mit Mariki haben wir uns schliesslich entschlossen es zu kaufen. Marcel konnte noch auf 100$ weniger verhandeln und wir schlugen ein. Nun stellte sich uns die Frage, wie wir wohl bezahlen sollten...es war Freitag und wir wollten nicht bis Montag wareten, dann nochmal eine halbe Stunde in die Suburb fahren nur wegen der Bezahlung. Wir fragten ihn also nach einem Automaten und er steckte uns wieder in sein Auto und fuhr mit uns ins naechste staedische Shoppingcentre. Dort hatte die Bank leider schon geschlossen, aber zum Glueck gab es ja noch Automaten. Es fehlte dort aber der Button "Betrag selbst eingeben", so dass Marcel 5mal hintereinander mit seiner Platinum-kreditkarte 500$ Abgehoben hatte. Einen leicht verbrecherischen Eindruck hinterliess er da wohl bei der Frau, die hinter ihm anstand und ihn absolut entsetzt dabei zugesehen hatte! Wir sprinteten also mit 2500$ in der Tasche zurueck zum Car-Store, verliefen uns dabei ein wenig, aber kamen dennoch an. Nun erledigte er fuer uns die registrierung...nur leider hatten wir die Arbeitszeiten der Telefonischen regiostrierung um etwa eine Minute verpasst, so dass wir uns mit dem gedanken nun anfreunden mussten, doch noch bis Montag in Melbourne zu bleiben. Der nette Mann machte nun mit uns den Kaufvertrag und kuemmerte sich anschliessend um den "letzten Schliff" bei unserem Auto. Waehrenddessen machten Ich und Marcel mit seiner Frau und den knuffigen Kindern bekanntschaft. Wir quatschten mit der netten Frau ueber Football, Deutschland, ihren netten Mann und australische Biersorten, waehrend dieses kleine Engelchen, ihre 5jaehrige Tochter mich und Marcel gemalt hat! Das war sooooo suess!!! Dieses Bild kommt defintiv in meinen Australienordner!!!! Auch erstaunlich: Weder die Eltern, noch die Kinder hatten einen Diealekt. Wir hatten die ersten Tage schon mit vielen Slangs zu kaempfen, aber bei dieser tollen familie verstanden wir wirklich jedes Wort. Selbst das kleine Maedchen hatte eine richtig klare Aussprache.Als wir danns chliesslich fahren mussten fuehlten wir uns schon vollkommen in die Familie integriert und waren schon ein wenig wehmuetig wieder in den Cityjungel fahren zu muessen. Marcel als fahrer schaffte das mit dem Linksverkehr nahezu ohne Probleme und so kamen wir dann mit unserem ganzen Stolz, unserem weissen Toyota in Melbourne-City an, wo wir erstmal dem Wagen auf den einzig wuerdigen Namen "Dande" tauften als Homage an die Autohandlung "Dande's Used Cars".Am Abend haben wir noch erfahren,s Lisa, ein wirklich nettes Maedel, das wir auf dem Flug kennengelernt hatten, mit uns in Richtung Adeleide mitreisen wuerde. Wir checkten also zu viert im Hostel Elephant ein (obwohl wir ja nur fuer 3 Personen reserviert hatten). Mariki hatte sich entschlossen im Auto zu schlafen, weil billiger und wir hatten nur fuer 3 personen bezahlt...da aber das vierte bett im Zimmer bis spaet abends leer blieb, schlief sie illegal bei uns mit. Dies sollte also der Beginn der kriminellen Laufbahn von Mariki werden! :-)Am naechsten Tag haben wir 4 uns erstmal richtig schoen ausgeschlafen. Ich konnte endlich mal wieder richtig schoen joggen gehen und die anderen haben das world wide web bereist. Danach entschieden wir auf Lisas Geheimtip, dem Queen-Victoria-Market zu gehen! Wir haben es nicht bereuht. Hier beginnt meine kriminelle Karriere! An einem Schmkuckstand hatte ich mir einen Gegenstand (den ich hier nicht genauer beschreiben werde) genauer angeschaut, als es ploetzlich richtig heftig zu regnen begann. Da kamen die 2 Verkaeufer mit deiner Plane und deckten den ganzen Stand ab....

Autokauf I

Ich habs jetzt mal wieder zum Internet geschafft, um dir mal einen kurzen Abriss der vergangenen 2 Tage zu schreiben. Ich werd dann auch gleich an meinem Blog mal endlich weiterarbeiten, dass da mal ein paar Bilder rein kommen.
Von gestern hab ich dir ja schon ein wenig erzaehlt...aber ich fange trotzdem damit nochmal an, denn der Tag war irgendwie wirklich lustig:

In der Nacht zum Samstag hatten wir als Grueppchen von Deutschen zu acht auf dem Balkon noch ein wenig gefeiert und getrunken. Nicht zuletzt darauf, dass sich unsere Wege nun trennen wuerden und wir alle als kleine Grueppchen weiter unsere Wege finden wuerden, wie kleine Seifenblasen in einer grossen Badewanne, die einzeln umherschwimmen. Aber manchmal treffen die sich die Blaeschen ja irgendwo wieder! :-)
In meiner Muedigkeit hab ich mich schliesslich entschlossen gen 1Uhr ins Bett zu gehen. Marcel und Mareike (die wir hier eigentlich nur Mariki nennen, weil das die Einheimischen hier immer so aussprechen) sind dann erst um 4 ins Bett. Was sich im nachhinein als schlechte Idee herausstellen sollte. Schliesslich war dies die letzte Nacht, die wir das Hostel gebucht hatten. Die Uhr zeigte als wir aufgewacht sind um 9Uhr an und um 10 sollten wir ausgecheckt sein. Da hiess es fix duschenb und packen. Es brach eine Diskussion aus darueber wie man nun weiter verfahren sollte. Der eine wollte am liebsten noch eine Nacht im etrwas teureren Greenhouse-Hostel verbringen, die andere wollte am liebsten sofort auschecken, ein Auto kaufen, und noch am selben Tag los. Nachdem wir den Kompromissvorschlag ein guenstigeres Hostel zu buchen gefunden hatten, wurden die Auftraege fuer den Tag verteilt. Marcel und Ich sind in einen 35km entfernten Vorort von Melbourne, Dandedong mit dem Zug gefahren um ein Auto zu finden, waehrend Mareike 3Plaetze im Elefant-Hostel reserviert hat. Nachdem wir ganz stolz auf uns waren, dass wir den richtigen Zug gefunden hatten und auch nur 5minuten warten mussten sassen Ich und Marcel also im Dandedong-Train! Dort angekommen waren wir etwas ratlos wo wir hingehen sollten. Wir hatten nichts mit, als den Namen eines Billig-Autoverkaeufers. "Jefferson used Cars" war auf der Annance zu lesen, die ich in diesem scheinbar endlosen Vorortjungel in meiner Hand hielt, wie ein Blinder seinen Blindenstock. Orientierungslos am Bahnhof stehens fragten wir 3Homies, zwielichtige gestalten schwarzer Hautfarbe, die so aussahen, als wenn sie ihren privaten Unterhalt mit dem Erwerb und Vertrieb von weissem Pulver verdienen wuerden, wo wir denn am besten hingehen sollten. Sie schauten erst ein wenig ueberrascht mit einem Blick, der verriet "Was, du weisser Touri wagst es dir mich einfach anzusprechen..." Der Naechste Blick sah dann aber etwa so aus wie: "...dann musst du ja echt ein verdammt harter Typ sein!" und sie versuchten uns bereitwillig zu helfen.....

Von Seoul nach Melbourne

Der naechste Flug war nicht so komfortabel! Ich konnte nicht einfach meinen persoenlichen Fernsehr ausklappen und Independenceday schauen, wie in dem Flieger zuvor. dafuer hab ich 6Stunden Flug durch Schlafen ueberbruecken koenn. Dies sollte sich im nachhinein als wirklich wichtig herausstellen, denn zur Ankunft in Melbourne war es xakt 7Uhr Ortszeit. Wer also den Flug zum schlafen genutzt hatte und den Tag durchmachen konnte hatte das Jetlag hinter sich! In Melbourne wartete schliesslich eine recht unauffaellige Frau auf uns und hat uns eingesammlt. Es war ja auch niemand zu uebersehen...alle kamen raus mit ihrem charakteristischen quietschgelben TRAVELWORKS Schluesselband. 3mal duerft ihr raten, welcher Passgir sich als einziger entschlossen hatte diesen nutzlosen Firlefanz zuhause zu lassen!!!! ;-)
Ich sage euch, ich bin auch ohne diesen Schrott in gelb prima, wenn nicht besser als viele anderen klargekommen.
Mit vollem gepaeck pressten wir uns also alle in den Bus nach Melbourne City. Der erste Eindruck der Stadt war sehr urban aber positiv. Und als wir dann die riesigen Wolkenkratzer der 3Millionenstadt das erste Mal erspaehten, war sicherlich jeder beeindruckt. Danach checkten wir ein im Greenhouse Hostel, welches sich mitten in der lebendigen City der Metropole befand. Wir alle realisierten so langsam den multikulti Charakter der Stadt und fuehlten uns in mitten all dieser unendlich grossen Tuerme wie kleine Fische. Das Wetter war toll und lud uns zu einem Rundgang durch die Stadt ein. Die Zimmer im Hostel konnten wir ohnehin erst in 2Stunden beziehen.

Luxusflug nach Seoul

Hey ihr vielen lieben Leute Zuhause, die alle ihren Alltag ganz normal weiterleben... nur eben ohne mich. Jetzt ist sie rum, die erste Woche Australien. Und ich versuche jetzt alle Geschehnisse die seitdem passiert sind zu rekapitulieren. Ich werde beim Abflug in frankfurt beginnen. Schon am Schlater von Korean Air konnten wir 4h vor Abflug den einen oder anderen mit markantem TRAVELWORKS Schluesselband klar als angehenden Bagpacker identifizieren. Doch die allgemeine Scheuhe hielt uns noch auf Distanz. Kurz vor Abflug war bei Marcel schon eine gewisse Flugskepsis zu erkennen, die es mir selbst hervorragend gelang zu verdraengen. Bei den vielen tragischen Szenen mit vielen Traenen die sich da am Frankfurter Flughafen abspielten, war ich auch ein wenig froh, dass ich meiner Suessen diese mystische und dramatische Atmosphaere des Flughafens als Verabschgiedungsort erspahrt hatte. Unser Flugzeug war toll. Die Boeing 747 war das modernste Flugzeug indem ich je gesessen hatte und die nette koreanische Besatzung schaffte es wirklich uns den Flug so angenehm als moeglich zu gesalten. Dann darf man ja nicht vergessen, dass MArcel weit ueber 2meter gross ist. Also sass ich dank ihm direkt am Notausgang mit endloser Beinfreiheit!!! Wen wundert es also, dass meine allgemeine Flugskepsis grenzenloser Begeisterung gewichen ist. Obwohl glaub ich niemand, der schonmal mit Turkish Airways geflogen ist, in diesem Wunderwerk der Technik Angst haben koennte. Der 9 einhalb stuendige Flug nach Seoul verging demnach auch wie gefuehlte 3Stunden und ich genoss die Koreanische Kueche, die ernsthaft bist zu letzt und mit Begeisterung der europaeischen vorgezogen hatte. In Seoul angekommen setzte dann so langsam die muedigkeit und auch Langeweile ein. Wen wunderts bei 6Stunden Aufenthalt! Schnell fanden sich alle German Bagpackers am Gate nach melbourne ein und so konnte man die Zeit wenigstens fuer gegenseitiges Beschnuppern nutzen. Wir befreundeten uns mit Kathi und Tina, 2 netten Abiturientinnen aus Torgau und ich mit meinem DDR-T-Shirt fuehlte mich nicht mehr so ganz als Aussenseiter. Eine beeindruckende Demonstration von Markenqualitaet erhielt Marcel mit seinem kleineren Handgepaeck-Rucksack von Puma, dessen Reissverschluss sich direkt 2Tage nach dem Kauf komplett selbstzerstoert hat.

Samstag, 23. August 2008

Online

Hi an alle Zurückgebliebenen! :)

Wie versprochen hat mir mein lieber Mitreisender Marcel hier mal fix diesen Blog eingerichtet, wo ich euch ab sofort rund um die Uhr mit spannenden Neuigkeiten aus Down Under übersättigen kann.
Ich kann noch garnicht wirklich fassen das es nun losgeht und sage nochmal farewell zu euch allen!!!