Donnerstag, 9. Oktober 2008

Coober Pedy


Endlich war sie wieder da. Die allgemeine Aufbruchsstimmung. Wir fuhren noch am Donnertag Abend bis spaet in die Nacht. Einfach um von diesem unheilvollen Ort, der sich Port Augusta nennt schnell so weit weg wie moeglich zu kommen. Die Stimmungwar wieder top! Trotz dessen, dass uns auf unserer Fahrt ein wirklich intensiver Benzingeruch begleitete. Wie sich spaeter herausstellte verursacht durch den nicht richtig verschlossenen Ersatz-Benzin-Kanister. Die erste Nacht im outback bot schon auf der Fahrt einen traumhaften Blick auf die Milchstrasse und den Suedlichen Sternenhimmel. Unsere erste Nacht verbrachten wir in Woomera, wo zum ersten mal unsere Faehigkeiten beim Zeltaufbauen im Dunkeln geprueft wurden. Hier setzten wir auch unsere kriminelle Karriere fort indem wir am morgen still und heimlich die Camping area ohne zu bezahlen verliessen =)

Ziel fuer den Tag war die Oase Marla. Auf dem Weg dahin lag die beruehmte Opal-Stadt Coober Pedy. Grosse Schuttberge am Rand des Highway verrieten uns, das es nicht mehr weit sein konnte. Ueberall zurueckgelassene verrostete Maschienen erzaehlten Geschichten von zerplatzten Traeumen vom schnellen grossen Geld. Wir besuchten einige der alten Mienen, die heute als Museen oder Opal-Shops dienen. Assen beim Pizzamann ein kleines Mahl. Begutachteten ein wenig Abo-Kunst und setzten unsere Reise fort. Wieder erreichten wir unser Tagesziel, Marla, im Dunkeln. Das Zeltaufbauen wurde mit jedem Tag schneller und professioneller. Beim Rundgang im Campingplatz entdeckten wir den schoenen Pool. Marcel steuerte eine Flasche Wein dazu bei und die Entspannung nach unserer langen Fahrt war perfekt! =) Danach gabs erstmal eine Dusche und als ich da sporadisch in Unterhose und T-Shirt aus dem Bad kam, hat mir Marcel ein Bier versprochen, falls ich in diesem Dresscode in die Bar vor Ort reinspaziere. Was ich dann, wie ihr mich ja alle kennt, unter starkem Gelaechter der Einheimischen, auch getan hab. Dafuer gabs dann auch das versprochene Bier. Ein weiteres gabs dann dafuer, dass ich glaubhaft einem Aussie klarmache, dass ich so rumlaufe, weil mir meine Hose gestohlen worde! =) Das war der Anfang eines lustigen Party Abends.

Montag, 22. September 2008

Gestrandet


Am fruehen Montag Morgen ging es los. Sachen packen. Dem Beachhouse den letzten Schliff verpassen. Dann nochmal Greg anrufen wegen der registrierung fuer unseren Dandy, die ja bald ablaufen wuerde. Nochmal Nadine anrufen, bevor es fuer eine Woche ins Outback geht. Und unseren lieben juedischen Israeliten nochmal goodbye sagen.
So kam es, dass wir erst gegen mittag Adeleide verliessen. Und waehrend wir da die Suedaustralische Kueste Richtung Port Augusta fahren, wechseln neben uns die Landschaften. Von endlosen gruenen Grasflaechen ueber savannenaehnliche Landstriche, die einen das gefuehl geben man waehre in der Serengeti bis hin zu den gruenen Bergen des Flinders Range. Die Stimmung war gut, denn wir alle freuten uns aus der Stadt in die endlosen Weiten der australischen Natur zu fliehen. Doch es bahnte sich etwas an, womit keiner von uns gerechnet hatte.
Auf Hoehe Port Pirie hab ich die Ehre gehabt unseren Dandy weiter zu fahren. Da fiel mir erstmalig auf, dass er bei hohen Geschwindigkeiten (110km/h) nicht mehr richtig gas annimmt. Und wenn dann stotterweise. Besonders auffaellig war das beim Ueberholen. Bin leicht aufs Gas gegangen und nix geschah...druecke leicht weiter...nix passiert...und dann ploetzliches Beschleunigen. Kam mir merkwuerdig vor. Jeder hatte so seine Theorien woran das nun lag und keiner machte sich Gedanken. Schliesslich lief er ansonsten einwandfrei und wir beschlossen in Port Augusta nochmal Oel und Kuehlwasser zu ueberpruefen. Doch soweit sollte es nicht mehr kommen. 6km vor Ortseingang nahm er ploetzlich gar kein Gas mehr an. Er fuhr ploetzlich nur noch mit 70-80 und nicht mehr. Nachdem ich die Anderen geweckt habe und nach der naechsten Haltemoeglichkeit ausschau gehalten hatte, musste ich mit entsetzen feststellen, dass unser Dandy leicht qualmt und dass mir bei aller konzentration beim fahren nicht aufgefallen ist, wie die Temperaturanzeige langsam aber sicher in den roten Bereich abgetriftet ist. Also standen wir da und alle Euphorie war ploetzlich dahin. Waehrend Maity es vorzog auf Greg unseren freundlichen Autohaendler zu schimpfen, war meine und Marcels Reaktion eher der Kategorie Galgenhumor zuzuordnen. Die erste Idee war nun Greg anzurufen, ihm unsere Lage zu schildern und um Rat zu fragen. Nachdem er (vergebens) versucht hat mir auf Englisch zu erklaeren was ich nacheinander abchecken sollte, empfiel er mir einen Truck anzuhalten. Im selben Moment hielt auch schon ein freundlicher Pickup-Fahrer an und bat uns seine Hilfe an. Marcel dokumentierte diese erste wirkliche Krise auch noch geistesgegenwaertig mit seiner Videokamera. :)
Da wir kein weiteres Riskio eingehen wollten, haben wir uns dann bis nach Port Augusta abschleppen lassen. Dort in der oertlichen Werkstatt angekommen haben wir unseren Dandy in die sorgsamen Haende von Rob, einem (mal wieder) sehr freundlichen Australier, der fuer uns die absolute Kompetenz ausstrahlte. Waehrensd er den checkup durchgefuehrt hat, hat mich der nette Pickup-Mensch noch kurz mit in die Stadt hinein genommen um mir zu zeigen wo da ein Hostel ist indem wir bleiben koennen. Von da zurueckgekehrt war das erste was ich sah den hoffnungslosen Ausdruck in den Augen von Mareike und Marcel und als sie mich dann mit der harten Wahrheit konfrontierten, mutierte mein sonst immer optimistisch laechelndes Gesicht zu einem Angela-Merkel-Verschnitt. Der Motor war hinueber. Rob haette einen Neuen fuer ganze 3000$ aus Adeleide organisieren koennen, aber das war uns dann (wir hatten ja 2400$ fuer Dandy bezahlt) die Sache natuerlich nicht Wert. Von Selbstvorwuerfen, der Ungewissheit wie es wohl weitergeht, den ganzen zerplatzten Traeumen vom Outback und v.a. der sicheren Feststellung 800$ aus dem Fenster geworfen zu haben, wurde ich innerlich zerfressen. Nichts konnte mich an diesem Tag noch irgendwie aufmuntern und um ehrlich zu sein, war mir wirklich zum heulen zumute. Ein Werstattarbeiter hat uns anschliessend noch freundlicher Weise zum Hostel gefahren, das eigentlich ein Hotel mit Backpacker-Zimmern war. Ein hauch von Luxus fuer verhaeltnismaessig wenig Geld. Mit Eigenem Bad, Kuehlschrank, Fernsehen und gemuetlicher Einrichtung. Am Abend haben wir zusammen ueberlegt was wie es jetzt wohl weitergehen koennte. Marcel stiftete noch den Wein um uns drein das Einschlafen zu erleichtern. Wir stellten fest, dass wir an sich basicly (mein Lieblingswort hier, was ich von Ashed, meinem freunlichen israelitisch-juedischen Arbeitgeber uebernommen hab) 3 Moeglichkeiten haben weiter zu reisen:

(1) Per Greyhoundbus durchs Outback nach Darwin und dort schleunigst arbeiten.

(2) Per Bus nach Adeleide zurueck und dort den Flieger nach Darwin nehmen und dort schleunigst arbeiten.

(3) In Port Augusta nach Autos umschauen und wenn wir eins finden was ok ist das kaufen und damit durchs Outback nach Darwin fahren & dort schleunigst...!

Wir beschlossen am naechsten Tag frueh aufzustehen. Die Bus-und Flug-Preise herauszufinden und an den Tafeln in den grossen Supermaerkten Woolworth und Coles mal zu schauen was es denn hier so an Angeboten gibt. Die Option (3) existierte zu diesem Zeitpunkt fuer uns 3 nur auf dem Papier. wir waren zu geschockt von dem Erlebten um einen neuerlichen Autokauf wirklich ernsthaft in bertracht zu ziehen.
Das Erwachen am Mittwoch morgen war den Umstaenden entsprechend schlecht. Der erste Weg fuehrte uns nochmals zu Rob, der uns nun endgueltig die Kosten verraten konnte. 2200$ fuer einen neuen Motor, 200$ fuer die sterblichen Uebrerreste von Dandy. Als wir diese Fakten nun schwarz auf weiss hatten, wurde auch die zwischenmenschliche Lage immer drastischer. teilweise soweit, dass von einer Aufloesung unserer Truppe die Rede war. Es gab Schuldzuweisungen a la GZSZ. Wenns ums Geld geht hoert ja bekanntermassen die Freundschaft auf!
Wir tingelten zurueck in das Ortszentrum, wo die Bibliothek mit ihrm GRATIS-WLan-Internet naechste Anlaufstelle wurde. Dort fanden wir heraus, dass die orption mit dem Flug nach Darwin immernoch guenstiger war, als das reissen per Bus. Option (1) war damit verworfen. Spaeter bin ich ein wenig die schwarzen Bretter in den Supermaerkten Coles und Woolworth auschecken gegangen um nach einem guenstigen Wagen zu schauen. Da gab es ein Auto von nem Italiener. Wir haben eine Probefahrt gemacht und den netten Mann gefragt, ob wir nicht nen checkup machen duerften. Er hat zugestimmt und wir standen mal wieder bei Robs Werkstatt. Ein Leck irgendwo zwischen Motor und Kuehlsystem machte Rob Sorgen und da er nicht wissen konnte woran es genau lag, ohne den Motor wirklich auszubauen, konnte er uns keinen Kostenvoranschlag machen. Ein wenig widerwillig gaben wir also dieses Auto auf, auch wenn es ansonsten ganz ok war. Der naechste Verkaeufer war ein Aussie, der den Ford Falkon von seiner Tochter verkaufen wollte. Wagen und Verkaeufer machten einen guten Eindruck. Erst recht das Bier, dass er jedem von uns in die Hand gedrueckt hatte. Problem war allerdings, dass das Auto noch keine Zulassung hatte und wir folglich nicht einfach malkurz zu Rob fahren konnten wegen eines Checkup. Der dicke australische Ordnungshueter machte uns also ein Angebot. Er wuerde den Haendler, der ihm vor einem Jahr den Wagen verkauft hat, kommen lassen und der macht dann bei ihm ein checkup. Wir stimmten zu und warteten eine Weile. Und dann kam er. Ein Axel-Schulz von einem Mann. Mit meister-Propper-Klatze und Armen voller Tatoos. Bei genauerem Hinsehen entdeckte man schnell, dass er wohl deutsche nicht so richtig mag. Denn er hatte sich aufgespiesste Helme mit Hakenkreuz und Grabsteine mit Eisernem Kreuz in seinen Arm verewigen lassen. Ohne ein G'day kam er rueber und fragt uns emphoert: "What do you want me to do" Ich versuchte dem Mann hoeflich klar zu machen, dass er doch bitte fuer uns einen Checkup machen sollte...das Standartprogramm. Da meint er ungehalten er wuerde das Auto kennen. Es waere damit alles in Ordnung. Ich versuche ihm klar zu machen, dass das fuer uns nicht genug ist, denn wir hatten ja gerade unseren Dandy geschrottet. Alles was er daraufhin tut ist die Motorklappe zu oeffnen und zu sagen: Alles OK! Ich kenn das Auto! Als dann Mareike das sagt, was wir alle dachten, dass sie ihn nicht fuer kompetent haelt, fing er an auf uns zu schimpfen und regte sich auf. Poebelte uns an, was uns denn einfallen wuerde hier Bier zu trinken. Dem Verkaeufer war das Auftreten sichtlich peinlich. Als der hoechste kompetente "Mechankier" wuetend abgezogen war, verabredeten wir uns noch fuer eine Probefahrt am Donnerstag. An der Hotelbar, die zu unserem Bedauern schon 22Uhr dicht machte, konnten wir am Abend auf diesen Schrecken erstmal was trinken bevor es schliesslich wieder ins Bett ging. Am Donnerstag Morgen ging es wieder zu unserem Verkaeufer. Probefahrt. Wir durften merkwuerdiger Weise nicht fahren, sondern nur er. Er meinte wir haetten jetzt gesehen, dass das Auto ok ist. Und er hat noch genug andere Leute, die sich das Auto ansehen wollen. Wir alle waren sichtlich skeptisch. Marcel und Maity hatten schon ihr klares nein dazu gegeben. Dann hab ich etwas getan, was ich heute fuer hoechst unvernuenftig halte und eigentlich niemanden zuhause erzaehlen duerfte. Ich sah mich schon wieder im Bus zurueck nach Adeleide. Geld aus dem Fenster werfend fuer Bus und Flug nach Dawrin. Ohne etwas vom Outback gesehen zu haben. Mein innerstes wehrte sich so heftig dagegen, dass ich (viel zu intuhitiv) Marcel und Mareike folgendes Angebot unterbreitete: Ich wuerde das Auto zunaechst ganz alleine kaufen mit allen damit verbundenen Risiken. Wir wuerden im Anschluss die Registrierung machen, zu Rob, dem mechaniker unseres Vertrauens fahren und ihn ein Checkup machen lassen. Wenn dann bis auf Kleinigkeiten alles ok waere, wuerden die beiden mir ihren Anteil auszahlen und es waere dann unser Auto. Ich habe also Tatsaechlich das ganze Risiko auf mich genommen und das Gefuehl, das ich danach hatte war furchtbar. Erst recht, als sich schon kurz nach dem Kauf erste Maengel herausstellten, die uns der Verkaeufer vorenthalten hatte: Defektes Tuerschloss, defekte Klimaanlage, defekte Verstellschiene des Fahrersitzes (das erklaert, warum der Verkaeufer uns nicht zur Probefahrt ans Steuer lassen wollte.
Es ist nur, wenn es ihn gibt, dem lieben Gott zu verdanken, dass ansonsten nichts weiter mit dem Auto war. Rob hatte ein paar kleinigkeiten auszubessern und wir konnten mit ruhigem Gewissen gen Nachmittag ins Outback aufbrechen!

Sonntag, 14. September 2008

Abreise Adeleide

Heyho,

Nach laengerer Zeit mal wieder ein Eintrag. Ich hoffe ihr seit stolz auf mich! :)
Wie schon berichtet sind Marcel und Ich ja ganz gross ins Beauty-Geschaeft eingestiegen. Doch leider war das nicht gross genug fuer uns. In einem Job, wo dein Verdienst auf provision beruht bist du vollstaendig davon abhaenging wies Geschaeft grad laeuft. Und offenbar existieren die Staende von der Firma nur, weil das Weihnachtsgeschaeft ihnen die verluste die sie uebers jahr machen wieder ganz gut ausgleicht. Wir beide haben schliesslich die letzten Tage auch den leuten, die schon laenger dabei sind ueber die Schaltern geschaut und selbst die verdienen an guten tagen nicht mehr als 40Euro. Und selbst wenn wir sehr optimistisch denken und nach den ersten 3Wochen auch aehnlich professionell arbeiten, wird das geld niemals ausreichen um die schwachen verdienste der ersten 3 Wochen auszugleichen. Defakto koennten wir froh sein, wenn wir nach 6 Wochen unsere (zwar sehr guenstige) Miete im Strandhaus begleichen und Leben koennten ohne dabei minus zu machen. Deswegen war es an der Zeit zu sagen "Das ist nichts fuer uns als Backpacker" und Abschied zu nehmen. Doch gesagt werden muss auch, dass wir unsere total lieben israelitischen Arbeitgeber und die ganze Crew wirklich ins Herz geschlossen haben. Was das geld angeht haben wir auch glueck gehabt. Normalerweise haetten sie uns (da wir ja nahezu nix verdient haben in den 3 Tagen arbeiten) die 120$ fuers Beachhouse abverlangen koennen. Haben uns aber Zero-Zero-Deal angeboten. Wir kriegen kein geld, sie kriegen kein geld. So haben wir wenigstens keine Verluste in der Zeit hier gemacht und koennen noch bis zur Abreise in unserem gemuetlichen beachhouse wohnen. Momentan laeuft gerade die Waschmaschiene, denn wir bereiten alles auf unsere Abreise vor. Plan jetzt: Es geht weiter nach Darwin, wo wir im Fruitpicking ganz gross rauskommen wolln! ;)
Wir werden diese Strecke aus finanziellen Gruenden recht schnell, also in etwa einer Woche hinter uns bringen. Der Weg wird uns an der Opal-Stadt Cooper Pedy, dem Ayers Rock, den Olgas, Kings Canyon und Alice Springs vorbeifuehren. Es verspricht also wieder spannend zu werden. Und so sehr wir uns auch momentan auf das Abendteuer Outback freuen, so sehr wissen wir auch, dass wir es mit seiner Leere und Abgeschiedenheit wahrscheinlich schon nach 2Tagen verfluchen werden. Aber wie ihr euch sicher denken koennt, kann uns drei Unerschrockene ja eh nix in der Welt und erst recht nicht eine Wildnis aus Plueschtieren wie Koalas, Kaenguruhs und Krokodile aufhalten! :)
Haben uns gestern auch schon unser 4-Mann Zelt fuer die Naechte im Outback gekauft. Wir sind ja eigentlich nur 3Mann. Aber damit auch der Tower unter uns, Marcel einen gewissen Schlafkomfort geniessen kann, musste es doch ein 4Mann Zelt sein!.
Es heisst also wieder Abschied nehmen. Abschied von Sandra und Helge, die weiter nach Perth fahren. Abschied von Kathi. Die einfach mal spontan den Flieger aus Sidney hierher genommen hat, um hier bei Verwandten unterzukommen. Abschied von unserem huebschen Beachhouse. Blieben nur wir 4. Mareike, Marcel, Dandy und Ich!
Also wundert euch nicht ueber lange Wartezeiten bis hier wieder ein Eintrag auftauchen wird. In der Abgeschiedenheit des Outbacks wird es mir wohl kaum Moeglich sein euch auf aktuellem Stand zu halten!!! :(
Liebe Gruesse an alle, die sich noch an mich erinnern koennen! :)

Freitag, 5. September 2008

Ein Tag am Strand


Da wir heute fuer unseren netten israelitischen Arbeitgeber einfach nur abrufbereit sein sollten, haben wir uns entschlossen an den nahegelegenen Adeleider Strand zu fahren. Waehrend ich dort mit Marcel ein wenig american Football gespielt haben hat uns Lisa bei bildschoenem Wetter mit Kaffee versorgt. So fanden wir uns dann in den Snadduenen am Strand liegend bei Kaffee und strahlendem Sonnenschein wieder. Ein Hauch von Karibikurlaub bei angenehm warmen 22Grad. Heut Abend haben wir beschlossen und mit selbstgegrillten Burgern die Baeuche voll zu stopfen! :)

Donnerstag, 4. September 2008

Auf Arbeitssuche in Adeleide


Wir hatten bereits gestern (03.09.08) angefangen uns in unserem schoenen Hostel hier in Adeleide an der Pinnwand nach Arbeit umzuschauen. Haben uns diverse Numemrn herausgeschrieben und einfach da angerufen. Unter anderem bei einem Verkaufsstand waehrend eines Rummels, bei einer Farm und bei einem Pflegeproduktestand. Bei letzterem hatten wir 3 heute unser Casting. Das war ganz lustig. Die 2israelischen Herren, die hier offenbar das sagen haben, haben sich vor dem Shopping-Center mit uns getroffen und bei einem persoenlichen Gespraech mit jedem einzelnen einen Kaffee getrunken. Die Herren waren sehr nett und locker und haben uns die Konditionen erklaert sowie nach unseren Interessen und beruflichen Erfahrungen gefragt. Marcel und ich hatten ja bereits in der Branche Erfahrungen, weswegen wir entsprechen enthusiastisch waren. Die Maity konnte diesen nicht so ganz mit uns teilen und entschied sich daher auf dem Rummel, der morgen hier in Adeleide aufmacht, als Doener und Kaffeeverkaeuferin zu arbeiten. Interessantes Detail bei unserem neuen Job. Wir werden Unterkunft in einem Strandhaus direkt am Ozean haben, wo uns Internet, Klimaanlage und Verpflegung fuer guenstige 120$ die Woche zur Verfuegung stehen. Wir sind schon meeeega gespannt! Es waere sicher am tollsten gewesen, wenn wir da zu dritt eingezogen waeren. Doch jeder hat seine eigenen Vorstellungen und Traeume. So werden wir unsre Maity wohl die naechsten Wochen nicht so oft zu Gesicht bekommen!
Bis Uebermorgen wohnen wir hier ja defineitiv noch alle (Marcel, Maity, Lisa und Ich) zu viert zusammen !
Ansonsten war heute nicht viel los. Ich hab hier 2mal mit Marcel Tischtennis gezockt (unter erschwerten bedingungen, weil alles bissl schaebig ist). Nach zwei 2:3 Matches die an Spannung kaum zu toppen waren steht es nun unentschieden.
Mein Gott ich bin in Australien und erzaehl euch vom Tischtennis!? ich sollte besser fuer heute Schluss machen! Ciao!

Mittwoch, 3. September 2008

Von der Great Ocean Road bis Adeleide


Nach unserer Abreise aus Apollo Bay gings weiter die Great Ocean Road entland.Davei fuehrte uns der weg durch den Rainforest,der seinen Namen wirklich verdient. Wir machten kurz halt fuer eine kleine Tour zu Fuss. Riesige Baeume und Farne beeindruckten uns mit einem permanenten Indiana Jones-Entdecker-Feeling!!! Danach wollten wir so einen alten leuchtturm anschauen...auf dem Weg dahin konnten wir schon aus dem Auto diese kleinen grauen Fellkneule in den Baeumen erkennen,die sich Koalas nennen. Da der leuchtturm echt teuer gewesen waere, entschieden wir und schliesslich umzudrehen und eine kleine Koala-Tour zu machen.Wir sahen schlafende Koalas, wachsame Koalas, dieuns mit ihren kleinen Augen verfolgten und Mamma-Koalas, die ihr babykoala fest umschlungen hatten. Echt knuffig! Irgendwie sind diese kleinen Plueschtiere total gechilled, als wenn ihre heimatinsel nicht Australien,sondern jamaika heissen wuerde!
Die Strasse fuehrte uns schliesslich weiter zu den wohl beruehmtesten Attraktionen der Gegend. Den 12 Aposteln. Leider war das Wetter nicht sooo toll,so dass die Bilder wohl eher eine grau-in-grau-Bitterfeld-Impression bieten. Toller war hingegen Loch Ard! Ein gewaltiges Kliff-gebiet mit Felsbuchten,Felsbruecken und einem beeindruckenden Wellenschauspiel!
ich seh gerade,dass meine Zeit im Inet abgelaufen ist,deswegen erstmal cut!
So...nun kanns weiter gehn. Bei Loch Ard konnten wir direkt ans Meer ran, was bei den 12Aposteln nicht moeglich war. Ausserdem hatten wir dort (wie auf den Fotos unschwer zu erkennen ist) wesentlich besseres Wetter.
Lisa und Ich haben uns bei beiden Highlights (12Apostel, Loch Ard) ueber die Absperrungen gewagt um gaaanz tolle einzigartige Aufnahmen machen zu koenn. :)
Als wir all diese wundervollen Orte hinter uns gelassen hatten fuhren wir weiter auf den Spuren von Helge und Sandra in Richtung Adeleide. Wir liessen die Great Ocean road hinter uns und fanden eine gemuetliche Bliebe in einem ehemaligen Schulgebaeude 17km hinter Port Fairy.

Montag, 1. September 2008

Abreise aus Melbourne und Great Ocean Road


Ich hatteb heute einen fantastischen Tag! Alles hat gut geklappt, Greg, unser symathischer Autoverkaeufer hat uns die Registry puenktlich durchgegeben, so dasss wir kurz nach 11:00 mit unserer Reise die Great Ocean Road entlang gen Adeleide beginnen konnten. Mit meiner Orientierung und Marcels Fahrkuensten sind wir gut vorangekommen und haben alles prima gefunden. Die Great Ocean Road ist wirklich fantastisch!!!!
Zwar war das Wetter recht nass, kuehl und windig, doch ab und an spielte die Sonne Scheinwerfer bei dieser wundervollen Vorfuehrung. Mit absolut klarem blau-gruenen Wasser und ganz feinkoernigen Straenden beeindruckte uns die bergige Kuestenlandschaft. In jeder 4.Bucht versteckt sich ein kleines vertraeumtes Doerfchen, wo man noch richtige leckere frisch zubereitete Burger und Riesenportionen Pommes zum kleinen Preis bekommt. Das regnerische Wetter hatte aber auch Vorteile. Wir sahen auf der 4stuendigen Fahrt 3 wunderschoene gleissen helle Regenboegen, die teilweise aus mehreren regenboegen hintereinder bestanden. Lisa, die ja bereits ein halbes Jahr hier war erinnerte sich nostalgisch an ein kleines Hostel in Apollo Bay. Da gab es nur 2 Zimmer zu a 4Personen in einem gemuetlich eingereichteten Haeuschen mit fantastischem Fruehstueck zu schmalem Preis. Dies wurde direkt zum Tagesziel erklaert und gefunden. Gluecklicherweise war auch ein ganzes Zimmer frei, so dass wir alle sehr gluecklich ueber diese gegen melbourne aeusserst einladende Unterkunft waren. Beim Blick in das Gaestebuch fielen uns dann fast die Augen aus. Standen doch dort als aller letzter Eintrag die Unterschriften von Sandra und Helge, die wir seit dem Flug nach melbourne kennengelernt und in unsere Herzen geschlossen hatten. Sie sind einen Tag vor uns abgereist und machten demnach in genau dem selben uhrigen Hostel station. Jetzt wissen wir, dass wir ihnen auf den Versen sind!!! :-)
trotz einsetzendem Platzregen entschieden wir uns dann fuer einen kruzen Einkauf im naechsten Supermarkt. Dort bezahlte zuerst Marcel 20,20$ fuer sein Abendbrot und die 2Flaschen Sekt (das ist hier so ziemlich der guenstigste Alkohol). Danach musste ich 10,10$ fuer meine 2 Suppen bezahlen und Marcel grinste und meinte zur Verkaeuferin: Wenn Lisa jetzt 5,05$ bezahlen muss, dann geb ich ihnen ein Bier aus. Du ahnst was danach passierte. Tatsaechlich kosteten Lisas Errungenschaften 5,05$. Marcel dachte es waere nur ein Joke, aber nachdem Lisa ihm das bestaetigt hatte, dass ihre Sachen zusammen 5,05$ gekostet hatten, versicherte MArcel uns der Verkaeuferin morgen ein Bier auszugeben! :-)
Jetzt lassen wir erstmal den Abend gemuetlich mit Marcels ErdbeerSekt ausklingen!!! :-)

Queen Victoria Market

...sie legten also wegen dem Regen eine Plane ueber den Stand und bemerkten nicht, dass ich da immer noch rumstand, mit dem Schmuckstueck in der Hand...ich konnte es ja nicht einfach wieder hinlegen, denn die da war ja die Folie drueber...also schlenderte ich weiter und war um ein Souvernir reicher! :-)
Es gab auch viele tolle Staende mit schoenen Cowboy-Hueten...ich hab hier und da einen aufgesetzt und nachdem mir alle leute gesagt hatten wie toll mir das denn stehen wuerde, hab ich dann direkt mit einem verkaeufer ueber einen verhandelt. Als ich ausgehend 65$ auf 35$ runter gekommen war hab ich ihn also tatsaechlich gekauft und bin nun offizieller australischer Cowboy! :-)
Nebenbei sei erwaehnt, dass Mariki ihren Hut beim selben Haendler und beim gleichen Ausgangspreis nur auf 40$ runter gekriegt hat! :-P

Autokauf II

Die Homies wussten leider nicht wo wir hingehen sollten. Wir schlenderten ein wenig weiter um einen Ueberblick zu bekommen u nd dahen eine Frau am Strassenrand stehen, die allen leuten einen Flyer in die Hand drueckte. Mit dem Vorstz sie nach dem Weg zu fragen gingen wir auf sie zu. Sie ergriff noch bevor wir etwas sagen konnten die initiative und fragte uns, ob wir einer Konfession angehoeren wuerden. Marcel bejate, ich verneinte. Sie war anhaengerin ein christlichen Kirchengemeinde und versuchte daraufhin mich zu missionieren und mir kreationistisches Gedankengut nahezubringen. Ihr Glueck, dass mein Englisch zu schlecht war um ihr meine tatsaechlichen Argumente gegen diese Volksverbloedung entgegenzuwerfen. So blieb es bei einer viertelstuendigen von meiner seite viel zu toleranten Konversation, die mit einer kurzen wegbeschreibung, wo wir denn autos finden koennten, endete. Wir liefen also in grob die Richtung, die sie uns gesagt hatte. Da kam wieder eine Kreuzung und wir beide waren recht ratlos wo nun weiter. Auf der gegenueberliegenden Strassenseite sahen wir einen Bauarbeiten und Marcel fragte ihn abermals, wo wir denn guenstige Autos finden koennten. Er antwortete er sei Grieche und lebe hier seit 16Jahren. Sichtlich erfreut andere Europaeer zu treffen begann er zu erzaehlen...da fiel ihm sofort ein anderer Bauarbeiter ins Wort: "don't listen to him, he can't speak English!" Wir beide mussten feiern. Unterstellte dieser Dude doch dem seit 16Jahren in Melbourne lebenden Griechen, er koenne nicht mit 2 Bagpackern, die gerademal 5Tage im Land sind, kommunizieren. Er wusste sogar wo der Autohandel war, den wir suchten und machte uns eine knappe Wegbeschreibung. Dem Highway folgend sahen wir nun ein Autohaus nach dem anderen...quatschten 4-5andere Leute an, unter anderem einen Schotten, der uns von seinem Deutschlandbesuch in Stuttgart erzaehlte. Wir wurden also hin und hergeschickt. Schliesslcih sahen wir wieder ein Autohaus, dass nicht allzu teuer aussah und fragten dem freundlichen Australier, der mich definitiv an meinen Vater erinnerte, wieder unsere Standartfrage. Er meinte er habe selber nur 2 Wagen in unserer Preiskategorie, aber die waeren nix fuer uns, wen n wir ins Outback wollten. Ohne dass wir ihn gefragt haetten fing er an uns die Australischen Regeln bei der Autozulassung zu erklaeren und rief bei der Konkurrenz an um uns ein passendes Auto zu suchen. Wir waren absolut beeindruck von der Hilfsbereitschaft und der freundlichkeit von diesem Mann!!! Schliesslich fand er auch ein Auto, setzte uns in seine Karre und wir fuhren hin. Wir sollten ihm mit dem Wagen zu seiner Werkastatt folgen, wo er ihn mal durchchecken wollte. Auf dem Weg stellten Marcel am Steuer aber mit dentsetzen fest, dass der Wagen immer wieder in den Leerlaufgesprungen ist....voellig spontan. An der ersten kreuzung blieb er dann mitten auf der Strasse stehen...es folgte lautes Hupen...nach mehreren Versuchen klappte es schliesslich mit dem Anfahren und wir blieben erstmal an der Seite stehen. Der freundliche Autohaendler war sichtlich erbosst ueber die minderwertige Qualitaet der Ware der Konkurrenz. So standen wir also wieder bei ihm...er telefonierte noch ein wenig mit anderen haendlern um fuer uns ein Auto zu finden, aber schliesslich resignierte er. Marcel fragte ihn schliesslich, ob er nicht ein Auto im Bereich 2500$ haette, was fuer uns geeignet waere. Er ging in sein Haeuschen und schaute auf seinen Einkaufszettel...verzerrte sein Gesicht leicht und zeigte uns dann ein Auto, was er eignetlich fuer 3900$ ausgezeichnet hatte. Ein weisser recht geraeumiger Toyota. Er erzaehlte uns Vor- und Nachteile dieses Autos und hatte uns mit seiner ehrlichen, freundlichen Art absolut ueberzeugt es zu kaufen. Nach einem telefonat mit Mariki haben wir uns schliesslich entschlossen es zu kaufen. Marcel konnte noch auf 100$ weniger verhandeln und wir schlugen ein. Nun stellte sich uns die Frage, wie wir wohl bezahlen sollten...es war Freitag und wir wollten nicht bis Montag wareten, dann nochmal eine halbe Stunde in die Suburb fahren nur wegen der Bezahlung. Wir fragten ihn also nach einem Automaten und er steckte uns wieder in sein Auto und fuhr mit uns ins naechste staedische Shoppingcentre. Dort hatte die Bank leider schon geschlossen, aber zum Glueck gab es ja noch Automaten. Es fehlte dort aber der Button "Betrag selbst eingeben", so dass Marcel 5mal hintereinander mit seiner Platinum-kreditkarte 500$ Abgehoben hatte. Einen leicht verbrecherischen Eindruck hinterliess er da wohl bei der Frau, die hinter ihm anstand und ihn absolut entsetzt dabei zugesehen hatte! Wir sprinteten also mit 2500$ in der Tasche zurueck zum Car-Store, verliefen uns dabei ein wenig, aber kamen dennoch an. Nun erledigte er fuer uns die registrierung...nur leider hatten wir die Arbeitszeiten der Telefonischen regiostrierung um etwa eine Minute verpasst, so dass wir uns mit dem gedanken nun anfreunden mussten, doch noch bis Montag in Melbourne zu bleiben. Der nette Mann machte nun mit uns den Kaufvertrag und kuemmerte sich anschliessend um den "letzten Schliff" bei unserem Auto. Waehrenddessen machten Ich und Marcel mit seiner Frau und den knuffigen Kindern bekanntschaft. Wir quatschten mit der netten Frau ueber Football, Deutschland, ihren netten Mann und australische Biersorten, waehrend dieses kleine Engelchen, ihre 5jaehrige Tochter mich und Marcel gemalt hat! Das war sooooo suess!!! Dieses Bild kommt defintiv in meinen Australienordner!!!! Auch erstaunlich: Weder die Eltern, noch die Kinder hatten einen Diealekt. Wir hatten die ersten Tage schon mit vielen Slangs zu kaempfen, aber bei dieser tollen familie verstanden wir wirklich jedes Wort. Selbst das kleine Maedchen hatte eine richtig klare Aussprache.Als wir danns chliesslich fahren mussten fuehlten wir uns schon vollkommen in die Familie integriert und waren schon ein wenig wehmuetig wieder in den Cityjungel fahren zu muessen. Marcel als fahrer schaffte das mit dem Linksverkehr nahezu ohne Probleme und so kamen wir dann mit unserem ganzen Stolz, unserem weissen Toyota in Melbourne-City an, wo wir erstmal dem Wagen auf den einzig wuerdigen Namen "Dande" tauften als Homage an die Autohandlung "Dande's Used Cars".Am Abend haben wir noch erfahren,s Lisa, ein wirklich nettes Maedel, das wir auf dem Flug kennengelernt hatten, mit uns in Richtung Adeleide mitreisen wuerde. Wir checkten also zu viert im Hostel Elephant ein (obwohl wir ja nur fuer 3 Personen reserviert hatten). Mariki hatte sich entschlossen im Auto zu schlafen, weil billiger und wir hatten nur fuer 3 personen bezahlt...da aber das vierte bett im Zimmer bis spaet abends leer blieb, schlief sie illegal bei uns mit. Dies sollte also der Beginn der kriminellen Laufbahn von Mariki werden! :-)Am naechsten Tag haben wir 4 uns erstmal richtig schoen ausgeschlafen. Ich konnte endlich mal wieder richtig schoen joggen gehen und die anderen haben das world wide web bereist. Danach entschieden wir auf Lisas Geheimtip, dem Queen-Victoria-Market zu gehen! Wir haben es nicht bereuht. Hier beginnt meine kriminelle Karriere! An einem Schmkuckstand hatte ich mir einen Gegenstand (den ich hier nicht genauer beschreiben werde) genauer angeschaut, als es ploetzlich richtig heftig zu regnen begann. Da kamen die 2 Verkaeufer mit deiner Plane und deckten den ganzen Stand ab....

Autokauf I

Ich habs jetzt mal wieder zum Internet geschafft, um dir mal einen kurzen Abriss der vergangenen 2 Tage zu schreiben. Ich werd dann auch gleich an meinem Blog mal endlich weiterarbeiten, dass da mal ein paar Bilder rein kommen.
Von gestern hab ich dir ja schon ein wenig erzaehlt...aber ich fange trotzdem damit nochmal an, denn der Tag war irgendwie wirklich lustig:

In der Nacht zum Samstag hatten wir als Grueppchen von Deutschen zu acht auf dem Balkon noch ein wenig gefeiert und getrunken. Nicht zuletzt darauf, dass sich unsere Wege nun trennen wuerden und wir alle als kleine Grueppchen weiter unsere Wege finden wuerden, wie kleine Seifenblasen in einer grossen Badewanne, die einzeln umherschwimmen. Aber manchmal treffen die sich die Blaeschen ja irgendwo wieder! :-)
In meiner Muedigkeit hab ich mich schliesslich entschlossen gen 1Uhr ins Bett zu gehen. Marcel und Mareike (die wir hier eigentlich nur Mariki nennen, weil das die Einheimischen hier immer so aussprechen) sind dann erst um 4 ins Bett. Was sich im nachhinein als schlechte Idee herausstellen sollte. Schliesslich war dies die letzte Nacht, die wir das Hostel gebucht hatten. Die Uhr zeigte als wir aufgewacht sind um 9Uhr an und um 10 sollten wir ausgecheckt sein. Da hiess es fix duschenb und packen. Es brach eine Diskussion aus darueber wie man nun weiter verfahren sollte. Der eine wollte am liebsten noch eine Nacht im etrwas teureren Greenhouse-Hostel verbringen, die andere wollte am liebsten sofort auschecken, ein Auto kaufen, und noch am selben Tag los. Nachdem wir den Kompromissvorschlag ein guenstigeres Hostel zu buchen gefunden hatten, wurden die Auftraege fuer den Tag verteilt. Marcel und Ich sind in einen 35km entfernten Vorort von Melbourne, Dandedong mit dem Zug gefahren um ein Auto zu finden, waehrend Mareike 3Plaetze im Elefant-Hostel reserviert hat. Nachdem wir ganz stolz auf uns waren, dass wir den richtigen Zug gefunden hatten und auch nur 5minuten warten mussten sassen Ich und Marcel also im Dandedong-Train! Dort angekommen waren wir etwas ratlos wo wir hingehen sollten. Wir hatten nichts mit, als den Namen eines Billig-Autoverkaeufers. "Jefferson used Cars" war auf der Annance zu lesen, die ich in diesem scheinbar endlosen Vorortjungel in meiner Hand hielt, wie ein Blinder seinen Blindenstock. Orientierungslos am Bahnhof stehens fragten wir 3Homies, zwielichtige gestalten schwarzer Hautfarbe, die so aussahen, als wenn sie ihren privaten Unterhalt mit dem Erwerb und Vertrieb von weissem Pulver verdienen wuerden, wo wir denn am besten hingehen sollten. Sie schauten erst ein wenig ueberrascht mit einem Blick, der verriet "Was, du weisser Touri wagst es dir mich einfach anzusprechen..." Der Naechste Blick sah dann aber etwa so aus wie: "...dann musst du ja echt ein verdammt harter Typ sein!" und sie versuchten uns bereitwillig zu helfen.....

Von Seoul nach Melbourne

Der naechste Flug war nicht so komfortabel! Ich konnte nicht einfach meinen persoenlichen Fernsehr ausklappen und Independenceday schauen, wie in dem Flieger zuvor. dafuer hab ich 6Stunden Flug durch Schlafen ueberbruecken koenn. Dies sollte sich im nachhinein als wirklich wichtig herausstellen, denn zur Ankunft in Melbourne war es xakt 7Uhr Ortszeit. Wer also den Flug zum schlafen genutzt hatte und den Tag durchmachen konnte hatte das Jetlag hinter sich! In Melbourne wartete schliesslich eine recht unauffaellige Frau auf uns und hat uns eingesammlt. Es war ja auch niemand zu uebersehen...alle kamen raus mit ihrem charakteristischen quietschgelben TRAVELWORKS Schluesselband. 3mal duerft ihr raten, welcher Passgir sich als einziger entschlossen hatte diesen nutzlosen Firlefanz zuhause zu lassen!!!! ;-)
Ich sage euch, ich bin auch ohne diesen Schrott in gelb prima, wenn nicht besser als viele anderen klargekommen.
Mit vollem gepaeck pressten wir uns also alle in den Bus nach Melbourne City. Der erste Eindruck der Stadt war sehr urban aber positiv. Und als wir dann die riesigen Wolkenkratzer der 3Millionenstadt das erste Mal erspaehten, war sicherlich jeder beeindruckt. Danach checkten wir ein im Greenhouse Hostel, welches sich mitten in der lebendigen City der Metropole befand. Wir alle realisierten so langsam den multikulti Charakter der Stadt und fuehlten uns in mitten all dieser unendlich grossen Tuerme wie kleine Fische. Das Wetter war toll und lud uns zu einem Rundgang durch die Stadt ein. Die Zimmer im Hostel konnten wir ohnehin erst in 2Stunden beziehen.

Luxusflug nach Seoul

Hey ihr vielen lieben Leute Zuhause, die alle ihren Alltag ganz normal weiterleben... nur eben ohne mich. Jetzt ist sie rum, die erste Woche Australien. Und ich versuche jetzt alle Geschehnisse die seitdem passiert sind zu rekapitulieren. Ich werde beim Abflug in frankfurt beginnen. Schon am Schlater von Korean Air konnten wir 4h vor Abflug den einen oder anderen mit markantem TRAVELWORKS Schluesselband klar als angehenden Bagpacker identifizieren. Doch die allgemeine Scheuhe hielt uns noch auf Distanz. Kurz vor Abflug war bei Marcel schon eine gewisse Flugskepsis zu erkennen, die es mir selbst hervorragend gelang zu verdraengen. Bei den vielen tragischen Szenen mit vielen Traenen die sich da am Frankfurter Flughafen abspielten, war ich auch ein wenig froh, dass ich meiner Suessen diese mystische und dramatische Atmosphaere des Flughafens als Verabschgiedungsort erspahrt hatte. Unser Flugzeug war toll. Die Boeing 747 war das modernste Flugzeug indem ich je gesessen hatte und die nette koreanische Besatzung schaffte es wirklich uns den Flug so angenehm als moeglich zu gesalten. Dann darf man ja nicht vergessen, dass MArcel weit ueber 2meter gross ist. Also sass ich dank ihm direkt am Notausgang mit endloser Beinfreiheit!!! Wen wundert es also, dass meine allgemeine Flugskepsis grenzenloser Begeisterung gewichen ist. Obwohl glaub ich niemand, der schonmal mit Turkish Airways geflogen ist, in diesem Wunderwerk der Technik Angst haben koennte. Der 9 einhalb stuendige Flug nach Seoul verging demnach auch wie gefuehlte 3Stunden und ich genoss die Koreanische Kueche, die ernsthaft bist zu letzt und mit Begeisterung der europaeischen vorgezogen hatte. In Seoul angekommen setzte dann so langsam die muedigkeit und auch Langeweile ein. Wen wunderts bei 6Stunden Aufenthalt! Schnell fanden sich alle German Bagpackers am Gate nach melbourne ein und so konnte man die Zeit wenigstens fuer gegenseitiges Beschnuppern nutzen. Wir befreundeten uns mit Kathi und Tina, 2 netten Abiturientinnen aus Torgau und ich mit meinem DDR-T-Shirt fuehlte mich nicht mehr so ganz als Aussenseiter. Eine beeindruckende Demonstration von Markenqualitaet erhielt Marcel mit seinem kleineren Handgepaeck-Rucksack von Puma, dessen Reissverschluss sich direkt 2Tage nach dem Kauf komplett selbstzerstoert hat.

Samstag, 23. August 2008

Online

Hi an alle Zurückgebliebenen! :)

Wie versprochen hat mir mein lieber Mitreisender Marcel hier mal fix diesen Blog eingerichtet, wo ich euch ab sofort rund um die Uhr mit spannenden Neuigkeiten aus Down Under übersättigen kann.
Ich kann noch garnicht wirklich fassen das es nun losgeht und sage nochmal farewell zu euch allen!!!